Nachrichten aus einem Märchenland

3. Mai 2012

In letzter Zeit haben die Anwälte auf la Palma viel Arbeit ! — “Herr Anwalt, ich bin die Wahrsagerin Valentina. Ich möchte einen Kunden verklagen, denn er hat meine kostbare Kristallkugel zerstört.” Und Valentina erzählt, was vor ein paar Tagen passierte: “Es kam ein gewisser ‘Herr Pepsin’ zur Beratung. Er meinte, er könne nicht mehr schlafen und hätte Alpträume über die Zukunft von la Palma”.

In den vergangenen Tagen wurde in der Tageszeiten El Dia eine Serie von Zeitungsartikeln veröffentlicht, zu denen die Plataforma wie folgt Stellung nimmt:

Die Nachricht, dass der externe Berater der Gemeinde keine Unregelmäßigkeiten im Genehmigungsverfahren gefunden hat, ist keine Überraschung

Die Gemeindeverwaltung von Los Llanos hat auf ihrer Internetseite verlauten lassen, dass sie einen externen Berater zur Überprüfung des Genehmigungsverfahrens der Asphaltmischanlage von Ruiz Romero hinzuziehen wird. Grund hierfür sei, die fortdauernden Zweifel der Plataforma, dass es bei dem Genehmigungsverfahren erhebliche Fehler gegeben hat, auszuräumen. Weiter wird berichtet, dass die neue Stadtverwaltung damit der von ihr angekündigten transparenten Arbeitsweise gerecht würde.

Hierzu gibt es zu sagen, dass die Plataforma weder zu den Besprechungen mit dem externen Berater eingeladen wurde, noch in anderer Form ihre konkreten Einwände präsentieren konnte. Die von der Stadtverwaltung so oft erwähnte neue Transparenz im Umgang mit dem Bürger, ist in der Realität nicht vorhanden.

Konkret hat die Plataforma die Stadtverwaltung, die nun bereits seit 10 Monaten im Amt ist, mehrfach schriftlich darauf hingewiesen, dass das Umweltgutachten des Asphaltmischwerkes von Ruiz Romero nicht im Amtsblatt der Kanaren veröffentlicht wurde. Dies ist ein gesetzlich geregelter Vorgang. Die nicht erfolgte Veröffentlichung hat zur Folge, dass alle auf Grundlage des Umweltgutachtens erteilten Lizenzen ungültig sind.

Nachdem zu diesem schriftlichen Hinweis seitens der Plataforma, der mit Gerichtsurteilen und einem Präzedenzfall bekräftigt wurde, bis dato (der Antrag wurde bereits drei Mal schriftlich eingereicht) keine Stellung genommen wurde, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der externe Berater keine Unregelmäßigkeiten im Verfahren feststellen konnte. Wir verstehen dieses Ergebnis als Reaktion auf das Gutachten eines unabhängigen Gutachters, das vom Gericht in Los Llanos beauftragt wurde und das die Argumentation der Plataforma in allen Punkten bestätigt und sogar übertrifft.

Platte Wahlpropaganda

Abschließend bleibt zu diesem Kapitel nur anzumerken, dass die Bürgermeisterin – gemessen an ihrer schriftlichen Verlautbarung die sie vor der Wahl im Mai 2011 formuliert hat – vollkommen versagt.

Neutral betrachtet muss man heute feststellen, dass alle Ankündigungen vor der Wahl nichts anderes waren, als billige Wahlpropaganda auf dem Rücken der betroffenen Anwohner. Das Schreiben, das die Bürgermeisterin der Plataforma vor der Wahl hat zukommen lassen, ist hier auf der Internetseite veröffentlicht.

Ruiz Romero verlangt fünfzig (50) Millionen Schadenersatz,…

…wenn ihm die Betriebsgenehmigung nicht erteilt wird.

Der Betreiber des bereits installierten Asphaltmischwerkes Ruiz Romero hat erklärt, dass fünfzig Millionen Euro an Schadensersatz fällig wären, wenn ihm die Betriebsgenehmigung verweigert wird.

Grundsätzlich erscheinen uns solche Veröffentlichungen als plumper Versuch, die Anwohner einzuschüchtern und die Gemeindeverwaltung zu erpressen.

Ruiz Romero führt bei seinen Berechnung an, dass er fünf Millionen Euro in das Grundstück und die Mischanlage investiert hätte, und bei Nichtinbetriebnahme rechnet er mit 45 Millionen Euro Gewinnausfall in den nächsten 10 Jahren.

Offensichtlich sind für den Unternehmer Umsatz und Gewinn identisch, was auch das Festhalten aller Beteiligten am Produktionsstandort erklärt.

Bei Betrachtung der realen Kosten muss man feststellen,

  • dass das Gelände auf dem das Mischwerk errichtet ist, eine Größe von ca. 8.000 m² hat. Die Anlage selbst ist auf ca. 3.000 m² errichtet, was bei einem aktuellen Grundstückspreis von 200 Euro/m² (Angebotspreis von Grundstücken, die derzeit zum Verkauf stehen) einen Gegenwert von 600.000 Euro darstellt. Der Rest des Grundstückes war für eine Halle vorgesehen, die nicht gebaut wurde.
  • Das Mischwerk selbst hat bereits vier Jahre lang Asphalt an einem anderen Standort produziert, und hat bestenfalls einen Gegenwert von ca. 130.000 Euro.
  • Zu berücksichtigen ist, dass weder Grundstück noch Mischanlage den wirtschaftlichen Wert verlieren.

Die tatsächlich entstandenen Kosten, die als Entschädigungszahlung zu erwarten wären, belaufen sich also maximal auf ca. 300.000 Euro.

Märchenpreise

Die 45 Millionen Schadenersatzforderung (bezogen auf 10 Jahre Produktion), die in gleichem Artikel erwähnt werden, verstehen wir als Umsatz und nicht als entgangenen Gewinn.

Selbst bei einer solchen Betrachtung würde das einer Produktion von 180 Tagen/Jahr, mit 6 Std/Tag und 60 Tonnen/Std gleichkommen. Dies entspricht wiederum einer Straßenlänge von 200.000 m, 9 m Breite und einem Fahrbahnaufbau von 15 cm.

Es versteht sich von selbst, dass wir hier von einem Bedarf reden, der in den kommenden Jahren vollkommen illusorisch ist. Anzumerken ist ausserdem, dass der Bedarf auch vollkommen durch das in Fuencaliente produzierende Mischwerk abgedeckt werden könnte.

Die Tatsache, dass der Unternehmer in ein und demselben Artikel eine Forderung von 50 Millionen Euro Schadenersatz erhebt und ankündigt, seine Belegschaft in Kurzarbeit zu schicken, zeigt das Fehlen jeglicher Sensibilität für diese Angelegenheit.

Der Versuch, den Eindruck zu erwecken, dass eine Betriebsgenehmigung die wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens lösen könnte, die in Wahrheit mit dem Wegfall der Zuschüsse im Straßenbau zu sehen sind, verstehen wir als dreiste Polemik und Ablenkungsmanöver von dem realen Zustand der Bauwirtschaft.


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PLATAFORMA en CONTRA de la INSTALACIÓN de PLANTAS DE ASFALTO en el Valle Aridane

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Vor der Wahl ist nicht nach der Wahl!

26. April 2012

Hier ist der aktuelle Artikel (derzeit nur auf Spanisch), der an die Tagespresse verschickt wurde.

In dem Artikel wird darauf Bezug genommen, dass die Bürgermeisterin von Los Llanos vor den Wahlen im Mai 2011 der Plataforma ein Schreiben hat zukommen lassen, in dem sie diverse Schritte gegen die Asphaltwerke ankündigt. Dieses Schreiben (Escrito electoral del PP) veröffentlichen wir auf unseren Seiten, sowie den dazugehörigen Artikel.

In den nächsten Tagen folgt ein weiterer Artikel. Zu beiden Artikeln gibt es dann eine zusammenfassende Übersetzung auf Deutsch. Also bitte Geduld – bei der Arbeit…

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Infos zur Steinbrecheranlage

19. April 2012

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In Zusammenhang mit dieser im D-Ocasion publizierten Karikatur möchten wir den betroffenen und den interessierten Anwohnern und Bürgern folgendes mitteilen:

Das Drama um das Industriegebiet »Callejon de la Gata« im Gemeindegebiet von Los Llanos de Aridane wurde um ein weiteres Kapitel ergänzt. Im Amtsblatt der kanarischen Insel hat ein „Unternehmer“ das obligatorische Umweltgutachten veröffentlicht, mit dem er nun versucht, eine Steinbrecher-Anlage, die bereits seit acht Jahren in Betrieb ist, zu legalisieren.

Die Direktive der PLATAFORMA hat bei der dafür zuständigen Industriebehörde, gegen dieses Umweltgutachten einen entsprechenden schriftlichen Einwand eingereicht, das nach unserer Meinung nichts anderes ist, als ein absurder Versuch das offensichtlich Unmögliche zu rechtfertigen. Der schriftliche Einwand der Direktive der PLATAFORMA, ist auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Die am meisten besorgniserregenden Daten dieses Umweltgutachten sind die drastisch erhöhten Werte von Benzol, Dichlorethan und PCB. Die in Stichproben genommenen Bodenproben weisen für diese drei Substanzen einen bis zu zwanzig Mal höheren Wert aus, als der für den Schutz der Gesundheit gesetzlich festgelegte Höchstwert es vorsieht. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass sich das Industriegebiet über einen der wichtigsten Grundwasserspeicher La Palmas befindet.
Als zweites beziffert das veröffentlichte Umweltgutachten, dass die Anlage einen Lärm von gut 110 Dezibel> erzeugt und damit mit dem Lärmniveau eines startenden Flugzeugs vergleichbar ist. Bezüglich dieses ungeheueren Lärms, stellt das Umweltgutachten lapidar fest, dass dies keine Auswirkungen auf die Lebensqualität der Anwohner hätte, was wir als reinen Zynismus bezeichnen.

Steinbrechanlagen sind per Gesetz als schädlich, als gesundheitsgefährdend und belästigend katalogisiert. Diese konfliktive Industrie verhindert jegliche Ansiedlung von kleineren und mittleren Betrieben, die für die Schaffung von Arbeitsplätzen so wichtig wären.

Obwohl die hier beschriebene Anlage in den letzten Jahren immer wieder von den betroffenen Anwohnern angezeigt wurde, haben die zuständigen Behörden nicht die notwendigen Schritte für die Schließung der Anlage unternommen. Ein weiteres Mal bleibt der Bevölkerung nichts anders übrig, als die Untätigkeit der Behörden mit den entsprechenden Folgen zur Kenntnis zu nehmen.

Abschließend möchte die PLATAFORMA darüber informieren, dass wir entschlossen sind, alle legalen und durchführbaren Maßnahmen zu ergreifen, damit sich das Industriegebiet »Callejon de la Gata« nicht zu einer der am meisten schädigenden Gegenden hinsichtlich kontaminierender Schwerindustrie auf den kanarischen Inseln entwickelt.



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PLATAFORMA en CONTRA de la INSTALACIÓN de PLANTAS DE ASFALTO en el Valle Aridane

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EILT! Einspruch gegen schlechten Zustand der Steinbrechanlage

4. April 2012

Wer kann und möchte, beteilige sich beim Einspruch gegen den inakzeptablen Zustand der bis jetzt illegal betriebenen Steinbrechmaschinen im Industriegebiet des Callejón de la gata (Los Llanos de Aridane).

Diese Anlage soll jetzt legalisiert werden, aber ohne relevante Verbesserungen, was Staub, Lärm und Bodenverschmutzung durch Benzol betrifft.

Dazu hat der Betreiber der Anlage ein absolut inakzeptables Umweltgutachten erstellen lassen. Hiergegen richtet sich nun dieser Einspruch.

Der Einspruch muss bis zum 9. April auf der Gemeinde von los Llanos de Aridane eingereicht werden.

Bitte macht mit!

Für ein la Palma, dass so seinem Anspruch als Biosphären-Reservat Schritt für Schritt näher kommt.

Nachtrag:

2012.04.19, 17:22 :: Die ursprüngliche Alegacion ist nicht mehr verfügbar. An ihrer Stelle steht die eingereichte Version der Plataforma.

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2 Jahre kein Asphalt

23. März 2012

Zwei Jahre sind vergangen, seit das Asphaltwerk von Ruiz Romero im Industriegebiet von Los Llanos seinen Probelauf hatte, und seither qualmt kein Kamin mehr. Dazu ein paar Gedanken.

Die Zeit wird uns Recht geben, dass keine Asphaltwerke mitten in mehreren Wohngebieten gebaut werden können.

Kein verantwortungsbewusster Politiker, dem die Gesundheit der Bevölkerung am Herzen liegt, kann die Inbetriebnahme einer Industrie bewilligen, die weder die Ökonomie der Gegend noch den Arbeitsmarkt bereichert. Das Gegenteil wird erreicht, denn welche Handelsbetriebe wagen eine hohe Investition, um sich in unmittelbarer Nähe eines Asphaltwerks anzusiedeln?

Wir kämpfen weiter gegen jede gefährliche und gesundheitsschädigende Industrie im Industriegebiet von Los Llanos, damit sich Industriebetriebe bedenkenlos niederlassen können, ohne ihre Existenz durch die bestehenden Asphalt-, Zement- und Steinbrechwerke beeinträchtigt zu sehen.

Wir denken, dass die Zeit gekommen ist, wo die beiden Bürgermeisterinnen von Los Llanos de Aridane und El Paso sich einigen sollten um eine Lösung dieses Problems zu finden. Die Eine, weil sich das Problem in ihrer Gemeinde befindet und die Andere, weil ihre Gemeinde an das Industriegebiet grenzt. In diesen beiden Gemeinden leben viele betroffene Bürger, die sich sehnlichst eine zufriedenstellende Lösung dieses Problems wünschen.

Wir, die Anwohner, sind es wert!

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