Archiv für die Kategorie „Manifestacion“

Arten-Stop auf den Kanaren

Sonntag, 23. Mai 2010

Die Demo in Santa Cruz de la Palma ging wohl etwas »in die Hosen«. An wem lag’s?

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Was lange währt…

Donnerstag, 20. Mai 2010

…gelangt dann irgendwann auch in die deutsche Fachpresse:

Natur und Landschaft, Nr. 4/2010 Seite 169

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Erster Gerichtstermin

Donnerstag, 20. Mai 2010

Am Dienstag, den 18. Mai 2010 gab es eine Anhörung bei Gericht in Los Llanos de Aridane mit dem Unternehmer Gabriel Ruiz Romero aufgrund der Inbetriebnahme des Asphaltwerkes ohne Genehmigung. Er erklärte dort, dass die Lizenz für den „Probelauf“ mündlich durch den Bürgermeister erfolgt sei.

Unser Anwalt, D. Felipe Campos, der anwesend war, analysierte dann die existierende Problematik im Aridanetal wegen des Asphaltwerkes und zeigte auf, was es bedeuten könnte, wenn das Asphaltwerk in Produktion geht, z.B. die erheblichen Schäden auf Umwelt und Gesundheit. Er hinterfragte ausserdem, wie man die Einsprüche der Bewohner des Aridanetales ignorieren kann. Denn nur die Anzeige der Plataforma und die massive Gegenwehr hat verhindert, dass hier tatsächlich Asphalt produziert wird.

Ruiz Romero mit leeren Händen

Fakt ist, dass der Betreiber nichts vorweisen konnte, weder ein Gesundheitsgutachten noch ein Gutachten über die Umweltschäden oder die Schäden für die Landwirtschaft, sondern einzig und allein die mündliche Zusage des Bürgermeisters, dass der Probelauf stattfinden kann.

Der Betreiber konnte die Frage, warum es keine Gutachten seitens des Betreibers gibt, nicht beantworten. Er hatte auch keine Antwort auf die Frage, wie es mit der Einhaltung der europäischen Richtlinien für solche Fabriken aussieht und auch nicht auf die Frage nach den Umweltschäden und die Auswirkung auf die Gesundheit der Anwohner.

Auch die Frage, wie man ein solches Asphaltwerk mitten in ein Wohngebiet bauen kann, wo doch das Gesetz vorschreibt, dass die nächste Ansiedlung von einem Asphaltwerk mindestens 2 km entfernt sein muss, wurde nicht beantwortet.

Realität ist aber, dass das nächste Haus gerade mal 50 m entfernt steht und im Radius von 2 km ca. 7.500 Menschen leben, soziale Einrichtungen und 5 Schulen im fraglichen Bereich stehen.

Felipe Campos stellte nicht nur die mündliche Genehmigung des Bürgermeisters in Frage, sondern auch die Aussage von Stadtverordneten und Technikern. Er stellte auch klar, dass man versuchen wird, diese „Scheusslichkeit“ zu verhindern zusammen mit einer starken Gemeinschaft (der Plataforma), die ihren Unwillen schon in mehreren Demonstrationen ausgedrückt hat.

Noch Fragen?

Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns auf Kommentare, auch hier im Forum.

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Bilder, Bilder, Bilder…

Sonntag, 28. März 2010

Wer dabei war möchte sicher wissen, ob er/sie/es irgendwo drauf ist, wer nicht dabei war möchte wissen, wer dabei war:

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Nachtrag:

2010.03.29, 21:28 :: Der öffentliche Zugriff auf alle 320 Bilder wurde eingeschränkt. Wer Zugriff möchte, möge sich kurz per Email melden.

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T-Shirts zugunsten der Plataforma

Sonntag, 28. März 2010

Einige werden sie gesehen habe, andere hatten Sie schon zur Demo getragen:

Die T-Shirts, die der Grafikers Eigenhufe zugunsten der Plataforma kreiert und im Siebdruckverfahren hat drucken lassen. Vorder- und Rückseite zieren jeweils ein Soll- und ein »Horror«-Bild:

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Herstellung nach Bestellung

Die T-Shirts werden nach Bestelleingang hergestellt und zum Gestehungspreis plus Spende an die Plataforma für 15 € verkauft. Bisher konnten so schon ca. 60€ Spenden erzielt werden.

Also…

…Bis auf Weiteres gilt: Spült der Plataforma die Millionen in die Kasse, macht das Eiland zur orangenen Insel! Email genügt, mit Stückzahl und Grösse (Männlein/Weiblein) unter Angabe einer gültigen Emailadresse, solange uns das Logistikproblem nicht erdrückt; in diesem Fall würden wir uns melden ;-)

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Demo am 27. März ist ein Erfolg

Sonntag, 28. März 2010

Die zweite Demonstration am 27. März 2010, genau drei Monate nach der ersten am 26. Dezember wurde von den Mitgliedern der Plataforma mit Spannung erwartet. Denn weniger Demonstranten als bei der letzten Demo sollten es auf gar keinen Fall werden.

Petrus ist Asphaltgegner

Gestern wurde es wieder deutlich: Petrus muss Asphaltgegner sein, denn es war sonnig und warm. Und weniger Demonstranten waren es auch nicht. Ungefähr 2.000 Menschen haben sich wieder an dem Protest gegen die Asphaltwerke beteiligt. Nur war es dieses Mal nicht so ruhig. Batucada-Trommler brachten mit ihren Rhythmen den Zug in Schwung, Trillerpfeifen und Tröten und auch »nichtprofessionelle« private Trommler, Topfdeckel, die auch richtig guten Lärm machten, begleiteten unseren Weg vom Bauernmarkt in Los Llanos bis zur Plaza de España.

Der schwarze Drache zog mit

Und noch etwas Neues gab es: Mitglieder der Plataforma hatten in vielen Stunden Arbeit einen grossen schwarzen Drachen aufgebaut, der durch die Strassen von Los Llanos getragen wurde – als Sinnbild für die düstere Zukunft unserer Insel, falls die Asphaltwerke einmal produzieren sollten. Dieser Drache kam bei den Demonstranten sehr gut an und er wurde mit viel Applaus bedacht. Auch die schwarzen Luftballons fehlten nicht und wurden wie bei der ersten Demo am Schluss von der Plaza aus auf ihre Reise in den Himmel geschickt.

Sprechchöre schallten immer wieder laut durch die Strassen von Los Llanos:

No futuro negro – isla verde si

Keine schwarze Zukunft, grüne Insel ja

Und immer wieder der Schlachtruf der Plataforma:

¡No al asfalto – Si a la salud!

Und

Juan Ramón, Juan Ramón, o quitas el asfálto, o te quitamos del sillón.

(Juan Ramón, Juan Ramón, nimm den Asphalt weg oder wir nehmen dir den Stuhl weg.

Viele selbst gefertigten Plakate waren zu sehen, u.a. auch mit durchaus politischen Sprüchen wie: »Rechnet mit uns bei der nächsten Wahl, und die ist bald!«

Das Fernsehen war auch vertreten, dieses Mal auch mit dem Sender TVE und bei Canarias TV war schon um 20.30 h ein (leider nur sehr kurzer) Bericht zu sehen, es wurden sogar ein paar Leute interviewt.

Unser Pressesprecher Vicente wies in seiner Rede auf der Abschlusskundgebung wieder darauf hin:

Die Asphaltwerke sind

  • Gefährlich
  • Gesundheitsschädlich
  • Krebserregend
  • und sie belasten die Umwelt

Fazit

Auch diese zweite Demo der Plataforma war ein Erfolg und die Plataforma wird sich auf diesen Erfolgen sicherlich nicht ausruhen.

Wir machen keine Spiele – wir kämpfen weiter!

Nachtrag:

2010.03.28, 14:11 :: Bilder auf Picasa folgen…

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